Tourenwoche 3, Valbella-Lenzerheide

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Samstag, 30. August 2008, Anfahrt Lenzerheide


Am Samstag versammelten sich 13 SAC’ler am Bahnhof Zofingen bereit zum Aufbruch zur Tourenwoche 3 in der Lenzerheide, dabei stiessen wir in der Bahn auf 2 weitere Mitglieder aus der Luzernernachbarschaft und in Olten erreichten nochmals 3 weitere SAC’ler unsere Wandergruppe. Die schöne Bahn- und Postautofahrt nach Valbella ins Hotel Waldhaus verlief ohne Schwierigkeiten bei prächtigem Wetter.

In Valbella gesellten sich noch 4 SAC’ler aus Deutschland zu uns.

Zunächst wurde individuell das Mittagessen oder Picknick eingenommen und später die Zimmer bezogen. Darauf wanderten wir um den Heidsee (4,2 km). Mit einem feinen Nachtessen endete der Ankunftstag.

Im Verlauf der Woche werden noch 6 weitere Mitglieder erwartet.


Bernhard Granwehr



Sonntag, 31. August 2008, Lenzerheide – Alp Sanapans – Scharmoin


Die 15 Teilnehmer versammelten sich vor dem Hotel Waldhaus, um die letzten Toureninstruktionen von Bruno zu vernehmen, um anschliessend mit dem Postauto nach Lenzerheide-Post zu fahren.

Dann ging’s in ruhigem, aber trotzdem flotten Tempo in grossen Kehren auf der Zufahrtstrasse zur Alp Sanapans, die wir in gut 3 Stunden erreichten. Nach einer ausgedehnten Pause führte uns ein steiler Bergpfad zur Aua da Sanapans, einem imposanten Wasserfall, der den Photographen ein besonders schönes Bildobjekt vorhielt. Den Rest der Wanderung führte über einen guten Wanderweg, immer etwa die Höhe haltend, zur Mittelstation der Rothornbahn, Scharmoin.

Dort trafen wir auf die 6 Mitglieder der Wandergruppe, die es vorzog von Scharmoin zum Wasserfall und zurück zu wandern.

Die meisten der 15 köpfigen Wandergruppe wagten noch einen Abstecher mit der Gondel auf das Rothorn, der Aussicht und eines kühlen Trankes wegen.

Eine Talfahrt beendete die heutige „Einstiegstour“, die mit 8,6 km und 650 Hm als gelungen zu bewerten ist.


Bernhard Granwehr



Montag, 01.September 2008, Alpentour Albulatal


Nach reichhaltigem Frühstück startet die Tour für die große Gruppe mit einer Postbusfahrt um 8:30 Uhr nach Lenz. Dort geht es nach Südosten durch das Dorf zum Waldrand bis zum Wegweiser Zurtail (1325 m). Alle machen sich parat für den Aufstieg. Zunächst geht es 2 km und rund 200 Höhenmeter durch den noch mit Tau behafteten Tannenwald bei einmaliger Morgenstimmung. Das Wetter ist trotz schlechter Prognose „Tip-Top“.


Am Abzweig „Propissi“ geht es dann rassig nach oben, der Schweiss tropft in Strömen. Auf ca. 1700 m Höhe laufen wir dann mehr oder weniger horizontal auf der so genannten „Alpentour Albulatal“ bis zur Mittagsrast mit super Aussicht auf das Massiv des Tinzenhorns. Nach ausgiebiger Stärkung geht es anfangs auf schattigem Waldweg, später auf geschotterter Fahrstraße wieder hinunter in das ruhige Örtchen Alvaneu. Dort gibt es noch eine kurze Rast in der gemütlichen Gartenbeiz mit Mondsteiner Bier und anschließend eine Rückfahrt mit dem Postbus nach Valbella (Rückankunft am Hotel um 15:30 Uhr). Gesamtstrecke: 10,2 km, 530 Höhenmeter, reine Marschzeit 4 Std. 3 Min.


Eine 2. kleine Gruppe wandert am gleichen Tag zu fünft ab Lenzerheide zunächst bis St. Cassian auf einem breiten Weg durch lichten Föhrenwald. Von dort geht es weiter in angenehmer Steigung bis Runcolatsch (1680 m). Mit dabei ist auch unser lieber Kamerad Fritz (93 jährig !). Auf einer schönen Bank mit Blick ins Tal und auf Piz Scalottas und Piz Danis macht die 2. Gruppe Mittagshalt. Nach kurzem Abstieg geht es hinauf zur imposanten Hängebrücke – dann wieder hinunter nach Rofua. Nach mehreren kleinen Auf- und Abstiegen gelangt die Gruppe dann wieder nach St. Cassian ins gleichnamige Gartenbeizli, wo die Wanderer Ihren Durst löschen. Nach einer Stunde fahren Sie mit dem Postauto zurück zum Hotel, wo zufällig auch die andere Gruppe zur gleichen Zeit eintrifft. Marschzeit 4,5 Stunden.


Stephan Knopf



Dienstag, 2. September 2008, Piz Scalottas – Piz Danis – Stätzerhorn – Valbella


Der „Wetterfrosch“ prophezeit für heute einen sonnigen Tag, und er sollte recht behalten.

Noch schleichen Nebelschwaden den Berghängen entlang, die aber bald verschwinden. Der Hotelier fährt uns freundlicherweise mit dem Kleinbus zur etwas entfernteren Talstation der Scalottas Sesselbahn. Diese bringt uns um 9 Uhr in 2 Sektionen auf den Piz Scalottas (2323 m). Hier weht ein kühler Wind, so dass wir uns bald einmal auf die Socken machen. Wir teilen uns in 3 Gruppen auf. Gruppe 3 mit Sepp steigt gemütlich nach Valbella ab, Gruppe 2 mit Tourenleiter Heinz (6 Personen) lässt den Piz Danis links liegen und wandert dem Hang entlang bis zum Sattel zwischen Piz Danis und Stätzerhorn. Gruppe 1 (13 Personen) unter der Führung von Bruno, darunter meine Wenigkeit, entschliesst sich für die Gratwanderung, die etwas Trittsicherheit erfordert. Der Blick auf die umliegenden Gipfel und in die Täler ist überwältigend. Rechterhand im Tal die Dörfer Churwalden, Valbella und Lenzerheide, darüber die Bergkette mit Parpaner Schwarzhorn, Weisshorn, Rothorn und Lenzerhorn. Links von uns sehen wir ins Domleschg und ins Bündner Oberland. Aber auch am Wegrand gibt es noch einiges zu sehen, z.B. was die Flora betrifft, nebst schon vielen verblühten Blumen entdecken wir Herbst-Enzianen, Alpen-Astern, Bartnelken u.s.w.


Auf dem Piz Danis (2497 m) machen wir eine kurze Pause wo Händedruck und Gipfelkuss angesagt ist. Der Abstieg in den Sattel – wo wir mit Heinz zusammen treffen – ist ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Nach einer Trinkpause nehmen wir nun auch noch den zweiten Gipfel, das 2575 m hohe Stätzerhorn in Angriff, wobei einige es vorziehen, unten im Sattel zu bleiben.


Der Aufstieg ist weniger streng als angenommen und um 20 Min. nach zwölf erreichen wir den höchsten Punkt. An einem windgeschützten Plätzchen wird ein ausgedehnter Gipfelhock gemacht und einmal mehr schmeckt das „Rucksack-Zmittag“ ausgezeichnet.


Um ca. 2 Uhr sind wir wieder unten im Sattel und steigen die 1000 Höhenmeter sehr gemütlich und knieschonend ab Richtung Valbella, nicht zu vergessen die für alle willkommene Einkehr unterwegs in einem Bergrestaurant. Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Hotel, wo wir uns auf das feine Nachtessen freuen.


Alle sind wir glücklich über den gelungenen Wandertag und Bruno danken wir herzlich für die umsichtige Führung.


Rosmarie Zimmermann


Mittwoch, 3. September 2008, Scharmoin - Parpaner Schwarzhorn – Joch


9 bergtüchtige SAC’ler wagten, trotz bedecktem Himmel, die Tour auf’s Schwarzhorn mit Heinz als Bergführer. In ruhigem, aber flotten Anstieg, ausgehend von der Bahnstation Scharmoin, führte uns der Weg über die Alp Motta vor die Abzweigung zum Urdenfürggeli. Dann erstiegen wir einen Grat, dessen Weg uns bis zu einem unpassierbaren Felskopf auf etwa 2600 m ü. M. führte und uns zwang wieder etwas abzusteigen, um dann auf dem normalen Aufstiegsweg zum Gipfel zu gelangen. Auf dem Gipfel bot sich uns, trotz Wolkenhimmel, dank eines Föhnfensters eine grandiose Aussicht ins Silvretta-Gebiet, Rheintal bis zum Säntis, wie auch ins Engadin. Nach ausgiebiger Mittagsrast und Phototermin traten wir den Weiterweg via Malakoff (2358 m ü. M.) und Tälli, ein 5 km langer Auf- und Ab-Weg, teilweise über Geröll zum Joch an. Im Restaurant auf dem Joch entschädigte eine Stärkung die sich gelohnte Mühe der Schwarzhorn-Besteigung.

Die Abholfahrt vom Hotelier, Herr Blaesi, beendete die mit 11, 7 km und 1158 Hm 6-stündige Tour ohne einen Regentropfen (Marschzeit: 4 ¾ Std.).

Die zweite Gruppe mit Bruno führte ebenfalls mit 9 Teilnehmern von Lain, Prodavos Sura, Alter Schinweg nach Muldain und schliesslich bewegte sich die dritte Gruppe durch das schöne Val Sporz nach der Seilbahnstation Tgantieni mit Rückkehr via Lenzerheide.


Bernhard Granwehr



Donnerstag, 4. September 2008, Tgantieni – Sports - Lenzerheide


Am Donnerstag war für weite Teile der Schweiz Regen angesagt. Aber da bekanntlich der Himmel lacht, wenn Engel reisen, machte Petrus für unsere Region eine Ausnahme. So wanderten wir zwar nicht bei Sonnenschein, aber doch ohne Regen während einigen Stunden. Aufgrund der unsicheren Wetterprognosen verzichteten wir zum vornherein auf eine Tour in die Höhe. Vom Hotel aus ging es auf der Flanke des Piz Danis zur Mittelstation Tgantieni der Scolattas-Bahn, mit prächtigem Ausblick auf den Heidsee und die gegenüberliegenden Berge, vor allem auf das Schwarzhorn, das einige von uns am Tag zuvor bestiegen hatten. Unterwegs gab es amüsante Differenzen zwischen der GPS geplanten Route ohne Asphaltstrassen und dem Weg, der Bruno nach Konsultation seiner Wanderkarte schliesslich wählte.

Von Tgantieni führte uns ein gemütlicher Weg über Sports nach Lenzerheide und dort natürlich ins Restaurant. Die individuelle Rückkehr nach Valbella liess genügend Zeit zum „Lädele, Schwimmen, Relaxen“, je nach Lust und Laune.


Pius Huesler



Freitag, 5. September 2008, Churwalden – Mittelberg - Scharmoin


Die nächtlichen Regenfälle liessen nicht vermuten, dass unsere letzte Wanderung ohne Niederschläge abgehalten werden könnte!

Kurz vor 08.30 Uhr bestiegen 18 Unentwegte den Bus Richtung Churwalden. Talabwärts zeigten sich bereits die föhnigen Aufhellungen. Trotz GPS und korrektem Kartenmaterial mussten wir die Route ändern: Ein Plakat von Holzfällern verbot den Durchgang, was aber einige Wagemutige nicht vom Testen der gekennzeichneten Strecke abhielt. Aber auch sie mussten klein beigeben und den grossen Umweg über Büel auf geteerter Strasse in Kauf nehmen! Der neue, unbekannte Weg führte unterhalb der Mittagsfluh durch einen verträumten Wald bis Mittelberg. Nach einem kurzem Teehalt trennte sich die Gruppe. 4 Männer und 6 Frauen machten sich auf den Weg Richtung Scharmoin. In Tschuggen lockte uns ein gemütliches Beizli zum Kaffee nach dem Picknick. Gestärkt folgten wir dem Aufstieg über das Ochsentobel, eine wunderbare Strecke! Es mussten aber noch happige 300 Höhenmeter bis Alp Scharmoin geschafft werden! Geplant war ein Apéro auf dem Rothorn. Der heftige Föhn machte uns aber einen Strich durch die Rechnung: der Betrieb der Gondel war eingestellt! So blieb uns nichts anderes übrig, als imRestaurant der Zwischenstation einzukehren. Drei mutige Frauen wagten den Abstieg nach Valbella per Trottinet, und die andern setzten sich ins Bähnchen. Der 2.Teil der Gruppe stieg von Mittelberg nach Parpan ab.

Um 18.00 Uhr fand ein Fototermin vor dem Hotel statt. Lauter zufriedene Gesichter werden wohl auf der Aufnahme zu erkennen sein. Vielen Dank an Bruno, Heinz und Sepp für die aufwändigen Vorbereitungen und die seriöse Durchführung der Touren. Wir haben es genossen!


Gite Matter und Ruth Hochuli